Jürgen Wassmuth mit Ausstellung in Düsseldorf

Veranstaltungstip fürs Wochenende:

In Düsseldorf findet am Wochenende, 16.02. bis 18.02. 2018 das Fotoweekend statt. Mehr als 50 Institutionen, Galerien und Off-Spaces bieten in der Stadt tolle Möglichkeiten, sich mit der Fotografie auseinanderzusetzen.  Und die Gelegenheit, Fotografien von Jürgen in einer Ausstellung zu sehen:

ETERNITY: Die Weithorn Galerie präsentiert in der Johanneskirche Düsseldorf Fotografien von Benedict J. Fernandez und Jürgen Wassmuth.

Martin Luther King, Benedict J. Fernandez          
Ground Zero1, Jürgen Wassmuth
Jürgen Wassmuth präsentiert einen Auszug seiner Arbeiten aus dem Projekt MOMENTS FOR ETERNITY, fotografierte Zeitgeschichte 
(Putsch in Moskau, Tschernobyl und Ground Zero) sowie beobachtete Momente mit einem humanistischen Blick auf das Besondere im Alltäglichen.

Ben Fernandez fotografierte Mitte der sechziger Jahre in den Straßen von New York und wurde zu einem der bedeutendsten Straßenfotografen seiner Zeit. 
Fernandez Bilder der Protestaktionen in den USA dienten als fotografisches Tagebuch der Protestbewegung der 1960er Jahre.
Die kraftvollen Fotografien des letzten Lebensjahres von Dr. King mit dem Titel COUNTDOWN TO ETERNITY fanden Eingang in die Sammlungen vieler internationaler Museen.
Beide Fotografen pflegen seit Jahrzehnten einen regen Austausch.
In der Düsseldorfer Johanneskirche sind sie mit ihren Bildern erstmals in einer gemeinsamen Ausstellung zu sehen.
Am 17.02. um 15.00 Uhr findet ein Künstlergespräch statt, am 18.02. um 14.00 Uhr eine Lesung von Jürgen Wassmuth mit Texten zu den Bildern. 
Eternity vom 16. 02. bis 11.03. 2018, Vernissage am 16.02. um 18.30 Uhr, Johanneskirche Düsseldorf, Martin-Luther-Platz 39, 40212 Düsseldorf

 

Nachschlag…

Zum Schluss hatte ich noch Gelegenheit, Maria, die  Teilnehmerin mit der kürzesten fotografischen Erfahrung, nach ihren Erfahrungen zu befragen.
Erst Monate zuvor hatte sie ihre erste Kamera erstanden, gemerkt, das Fotografieren gefällt nicht nur, sondern löst etwas in ihr aus, und sich kurzerhand für die Winterakademie entschieden:

Ich habe etwas gesucht, wo ich mich befreien kann vom Vorgegebenen. In der Woche habe ich gelernt, mich mich zu lösen von einem schönen, gefälligen Bild.

Ein Postkartenfoto ist nicht unbedingt kraftvoll. Je mehr ich weglasse, je mehr ich mich auf das Wesentliche konzentriere, umso kraftvoller wird es.
Das stärkste Bild ist für mich das, wo ich mir am meisten zumute.

Das Ergebnis ist ein riesengroßes Geschenk, das habe ich nicht erwartet, eine Ahnung hat sich aufgetan….

Die nächste Sommerakademie findet im Juni 2018 auf Sylt statt.

Bescherung

Der letzte Tag der Winterakademie:

Nach Tagen in Regen, Sturm und Schnee, nach Ausflügen in die Theorie und vielen Stunden des gemeinsamen Coachens sind die Teilnehmer am Ende der Woche angelangt.
Carmen beendet mit einem tortenschweren Ausflug in die Zivilisation das Klausurdasein und erntet eine Welle der Begeisterung,

während „zu Hause“ die anderen beiden Helden letzte Hand anlegen für den Höhepunkt der Woche, die feierliche Präsentation der Themenarbeiten!

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Coaching-Geheimnisse…

Es hat mich natürlich schon sehr interessiert, was während der täglichen Coachings hinter verschlossenen Türen so vorgegangen ist. Also habe ich ein bißchen nachgefragt und – wie schön – einen auskunftswilligenTeilnehmer gefunden, Yuppie!

Eine Frage vorab: Mit welcher Vorbereitung und Erwartung bist du zur Winterakademie gegangen, hattest du dein Thema vorab schon für dich formuliert?

M: Auslöser für meine Teilnahme waren die Meerbilder von Carmen  … Das war genau das, was ich immer machen wollte, aber gar nicht kannte, diese Art, wie man das darstellen kann, mit dieser verwischten Technik. Weil ich diese Art Bilder anders schön fand als das, was ich sonst fotografiere. Das könnte wunderbar das Thema für mich sein, diese Woche.

Aber nachdem wir meine mitgebrachten Bilder zusammen angeschaut haben, machte mich Carmen auf eines meiner Bilder aufmerksam, das sei sehr klar und eindeutig und hätte dennoch Tiefe. Dass ich diesen Ansatz noch vertiefen könne… „Coaching-Geheimnisse…“ weiterlesen

Wie geht es euch?

Feedback Runde zur Halbzeit:

„Aus jedem Tag kann man eine ganz kleine Essenz ziehen, vielleicht reicht diese Woche auch nur, um ein, zwei Dinge mit nach Hause zu nehmen……Man muss nicht jeden Tag ein tolles Bild schießen, das hat den Druck genommen.“

„Die Bildbesprechung finde ich ganz toll, dass man mal ein Feedback bekommt auf seine Bilder, egal ob positiv oder negativ…“

„Ich selber muss in der richtigen Verfassung sein, und muss es laufen lassen, mich darauf einlassen. Jeden Tag kommt ein bißchen was dazu und das macht es immer größer. Und ihr bietet Raum für das.“

„Auch der wechselnde Ablauf der Unterrichtseinheiten lockert auf.“

„Ich suche noch ein Feedback für den Ausdruck meiner Fotografie. Weniger Fotozeit, mehr Coachingzeit könnte ich mir vorstellen…“

„Das Aufeinander schauen, auch der Teilnehmer untereinander, habe ich so noch nicht erlebt. Es ist unglaublich spannend, ein großer Erkenntnisprozess.“

„…sehr intensiv, die intensivsten Momente sind in der Auseinandersetzung mit irgendeinem Motiv, ich habe oft das Gefühl, ich bräuchte noch einen Tag. Das ist anstrengend.  Ansonsten weiter so!“

„Das Umgehen der Gruppe miteinander finde ich sehr positiv, morgen Rührei, das wär alles!“

Die Welt versinkt….

Während auf unserem Dach noch der Regen pladderte, hat sich weiter oben, auf den sturmgebeutelten Kämmen der Hügel der Winter übers Land gelegt, hat Büschen, Bäumen und Heidekraut ein mächtiges Schneefell übergezogen und uns eine wunderbar entrückte, stille Winterwelt gezaubert.

Fotos: Martin Timm

Nach zwei Stunden Baden in Eiskristallen sind die Gesichter rot, die Schuhe nass und die Speicherkarten gefüllt mit weißen Wunderwerken.

Fotos: Carmen Kubitz

Was für ein herrlicher Kontrast zum Abendessen, unsere Köche Martin und Sina fanden sich bei der schlitternden Einkaufsrunde auf glatten Strassen an ihre letzte Wüstentour erinnert und kredenzen orientalisches Couscous und Beerendessert mit Zimt und Kardamom!!

Das Foto ist ich…

Wann bin ich ich? Spontan, in diesem Moment?
Was hat mich beeinflusst?
Was bewegt mich wirklich zutiefst?

Wofür fehlen mir oft die Worte?
Was verbinden andere mit mir?
Was verbinde ich mit mir?
Was ist ich?

Wo bin ich wirklich berührbar?

Das Foto ist ich

….

Von heute an werde ich bis zur Abschlusspräsentation nur noch von „außen“ betrachten können, welche Wege die 7 Teilnehmer die nächsten Tage gehen werden. Nicht im regen Austausch in der Gruppe, sondern ein jeder für sich tasten sie sich ab jetzt an ihr selbstgewähltes Thema heran.

Foto: Carmen Kubitz

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Spannungsräume….

Es beginnt mit einem Gummiband, zum Zerreißen gespannt, zwischen den Händen von Jürgen und Carmen: Spannung zu erzeugen, und zwar im Raum, ist die fotografische Aufgabe für heute.
Kaum ist die anschauliche Demonstration zu Ende,  entschlüpfen die Kameras  ihren Rucksäcken und Taschen und treten zwischen den heiligen Mauern erstmals in Aktion.

Sie suchen zwischen Blättchen, Hälmchen, im Mauerwerk Räume und entdecken allerlei Hübsches dazwischen …. „Spannungsräume….“ weiterlesen

Winterakademie 2018: Heldenluft schnuppern….

Wenn Helden reisen, dann verreisen sie richtig…. dieser Tage mit der Winterakademie 2018 in den Schwarzwald. Hinab bis auf den schmalen Talgrund eines waldigen Winkels, entlang kräuselnder Felswasser, eingerahmt vom dunklen Fichtengrün.
Dort kommen sie zusammen, die Neugierigen, die Verstehen-Wollenden, die nicht Gesättigten. Werden dem unberechenbaren Wetter trotzen, um sich eine Woche lang herauszuwagen aus ihrer eigenen Komfortzone, und hinein in die Weiten des fotografischen Universums.

Ich darf diese glorreichen Sieben begleiten, die ganze Woche lang, mitlaufen, ein bißchen über die Schultern schauen, schlaue Fragen stellen…. und alles gewissenhaft an dieser Stelle weitergeben…..

Allerheiligen: Ganz geschichtsträchtig,  naturmächtig steht die Anlage um das einstige Kloster, und bietet innen und außen reiche Möglichkeiten, um Phantasie und Entdeckerlust zu beflügeln.

„Vom Fotografieren habe ich bisher überhaupt keine Ahnung“  – „Fotografisch bin ich überall unterwegs, so lange ich keine Menschen ablichten muss“ – „Ich fotografiere normalerweise vor allem Bratwürste und Gemeindepräsidenten“ -„Der malerische Aspekt in den Bildern gefällt mir gut“- „Ich suche die Schönheit im Unscheinbaren“ – „Meine Bilder sind anders“ – Ich glaube, dass die Dinge Energie in sich haben“……. „Winterakademie 2018: Heldenluft schnuppern….“ weiterlesen

Resumee mit Tillmans…

Was haben Sphärenklänge, Tomaten und ein auslaufender Horizont gemeinsam? Es sind Bestandteile von Wolfgang Tillmans Ausstellung im Hamburger Kunstverein, eine ganz persönliche Auseinandersetzung des Fotografen mit Hamburg, dem Raum und der Zeit.
Forsch sind wir hineinmarschiert, nachdenklich und vielleicht manch einer ein bißchen ratlos wieder hinaus….. haben doch einen ganz anderen Input zum Abschluss bekommen, wie oder was Fotografie sein kann… „Resumee mit Tillmans…“ weiterlesen