Über Verständigung und digitale Freuden

Wie bei keinem anderen Themenschwerpunkt drehte sich in der Impulswoche des Ausdrucks alles um Kommunikation.
Die Kommunikation mit meinem fotografischen Gegenüber, sei es der Baum, der See zu meinen Füßen oder die Person vor mir.
Die Verständigung unter uns Teilnehmern in dieser dichten Arbeitsatmosphäre mit Bildern, die nicht nur viel mit uns zu tun hatten, sondern immer wieder uns selbst zum Inhalt.
Die offene Auseinandersetzung mit uns selbst, gipfelnd in einem Selbstportrait.

Wie gut, eine Woche lang Zeit zu haben, sich aufs wacklige fotografische Eis begeben zu können, in vertrauter Atmosphäre, geführt und angespornt von Carmen, Jürgen und Martin.
Nuancen zu erspüren, die Sprache des Anderen zu erkennen, Ausdruckskraft zu entwickeln. Entwicklungen beobachten zu können. Zutrauen zu bekommen, um als Studienobjekt für die anderen zu fungieren ebenso wie das Wohlwollen, selbst austesten zu können.

Tolle Portraits sind dabei entstanden, ob in theatralischem Blitzlicht, im vorteilhaften weichen Nachmittagslicht, draußen in Aktion…. Nicht unbedingt immer schön nach objektiven Kriterien und schon gar nicht geschönt, aber wunderbar persönlich, voller Zuwendung und Aufmerksamkeit. 

Eine ganz besondere Form der Verständigung bescherte uns allerdings ein Unglücksfall.

Eine Schraube, tief im Fußknöchel versenkt und von allerlei Nägelchen und weiteren fixierenden Begleiterscheinungen umgeben, machte der Teilnahme von Michael den Garaus, zumindest den körperlichen. Doch Helden überwinden solche Kleinigkeiten und so huschte allmorgendlich schwerelos der an den Stuhl gefesselte durch den Äther zu uns. Per Skype erschien er frohgemut und hochkonzentriert trotz zweidimensionalen Auftretens in unserer Runde und horchte, dikskutierte und produzierte mit uns ein Bild ums andere!

Wie schön, dass du bei uns warst Michael, ohne dich wäre unsere Runde unvollständig und um einige Lachtränen ärmer geblieben

„Mir ist so warm, bin ich schon wieder im Beamer?“

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